Wyttenbach Harlekinade

 

Jurg Wyttenbach komponierte seine Harlekinade zwischen 1988 und 1991. Ausgehend von Mozartfragmenten («Faschings-Pantomime» KV 446 Skizzen zu einem Ballettintermezzo KV 299c, Skizzen zum Ballett «Le Gelosie del Serraglio» KV 135a, 2. Violinstimme aus «Contredance» KV 565a, 1. Violinstimme aus einer «Contredance» KV 535b) und weiterem thematischem Material aus Mozarts Schaffen (KV 32, Nr. 11; KV 108; KV 453) rekomponierte und rekonstruierte Wyttenbach ein abendfüllendes Werk im Stile Mozarts. Ursprünglich als szenische Aufführung für eine Schauspielerin, zwei Pantomimen-Clowns mit Streichquintett konzipiert, verwebt die Textebene originales Briefmaterial mit freien Erfindungen Wyttenbachs. Dies wirft ein vielfältig spektrales Licht auf Mozarts Psyche balancierend zwischen vordergründig derbem Witz und abgrundtiefer Traurigkeit.

Die 2003 gedruckte Partitur sieht ausdrücklich vor, dass das Werk vollständig oder teilweise auch konzertant aufgeführt werden kann. Mit dem Einverständnis des Komponisten haben wir uns dies zu Herzen genommen und weite Teile des Werkes für Sprecher, solistische Geige, Flöte(n), Klarinette(n), Gitarre und Harfe adaptiert.

Der vorliegende Live-Mitschnitt ist ein Geschenk an unseren Freund Jürg Wyttenbach.

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